Statt Viren: Synthetische Nanopartikel ermöglichen einen wichtigen Schritt in Richtung PrimärzelltransfektionSterne für die biomedizinische Forschung - von Dr. Valérie Jérôme, Herr Christopher Synatschke, Prof. Dr. Ruth Freitag, Prof. Dr. Axel H. E. Müller
„Öffnen sich die Schleusentore für die Gen-Therapie?“ So titelte kürzlich ein Editorial der Zeitschrift Nature Biotechnology. Denn mit Glybera wurde am 1. November 2012 von der Europäischen Kommission das erste Gentherapeutikum für die Anwendung im Menschen in der westlichen Welt zugelassen. Das Medikament kann Patienten helfen, die aufgrund einer fehlenden Lipoproteinlipase (LPL) immer wieder unter potenziell lebensbedrohlichen Entzündungen...
Die faszinierende Geschichte des frühesten Blutmarkers für MyokardinfarkteDas fabelhafte FABP - von Prof. Dr. Reinhard Renneberg, Prof. Dr. Jan Glatz
Das Fettsäure bindende Protein (fatty acid-binding protein, FABP) wurde erstmals als Blutmarker für die Diagnose eines akuten Myokardinfarkts 1988 vorgeschlagen. FABP spielt heute eine wichtige Rolle für die Diagnose von Patienten mit Brustschmerz, besonders in den frühen Stunden nach Einsetzen der Symptome. Die routinemäßige Anwendung von FABP wird nicht nur das klinische Ergebnis der Patienten verbessern, sondern auch deutlich die Kosten senken...
Modernste Charakterisierungsmethoden für Substanzen und MaterialienEin Haus für Spinner - von Prof. Dr. Lambert Alff, Prof. Dr. Christina M. Thiele
Bei der Herstellung von Materialien oder Substanzen will man meist bestimmte Eigenschaften wie z. B. die Funktionsweise eines Moleküls, die elektrische Leit fähigkeit oder den Magnetismus optimieren. Häufig muss man die Struktur variieren, um bestimmte Parameter zu verbessern. Das Wissen über den Zusammenhang zwischen Struktur und Eigenschaften ist daher essenziell für viele Bereiche der Biologie, Chemie, Pharmazie, Medizin, Physik und Materialwissenschaft.
Das enterische NervensystemGehirn im Bauch - von Prof. Dr. med. Karl-Herbert Schäfer
Was wäre wenn? Was wäre, wenn man Ihnen erzählt, dass der Darm denkenkann? Nervenzellen und Darm? Ist das nicht ein Widerspruch in sich? Sie sollten es dennoch glauben! Das Denken des Darmes entspricht vielleicht nicht dem, was wir uns gemeinhin als Denken vorstellen, aber immerhin enthält der Gastrointestinaltrakt mehr Nervenzellen als das Rückenmark: ca. 1 Mio. bei Mäusen und bis zu 600 Mio. beim Menschen. Und die braucht er auch.
Nobelpreis für Medizin 2012Von weißen Fröschen und Genen im Heuhaufen - von Prof. Dr. Paul G. Layer
Der diesjährige Nobelpreis für Medizin wurde je zur Hälfte dem Engländer John B. Gurdon und dem Japaner Shinya Yamanaka für ihre Entdeckung zugesprochen, dass ausgereifte Zellen so reprogrammiert werden können, dass sie wieder pluripotent sind. Im Falle des Japaners hatte man den Preis in absehbarer Zeit erwartet, für den Engländer war es eine unerwartete späte, aber sehr verdiente Würdigung seiner bahnbrechenden Forschungen in den 60er-Jahren.
Chemische Synthese von VakzinenImpfung gegen Tumore? - von Prof. Dr. Horst Kunz, Sebastian Hartmann, Björn PalitzschIT Future of Medicine – die Zukunft personalisierter MedizinDer virtuelle Patient - von Prof. Dr. Hans Lehrach, Dr. Ralf Sudbrak, Dr. Valeria Zazzu, Dr. Babette Regierer
Bahnbrechende neue Entwicklungen in den Diagnostikmethoden ermöglichen heute eine sehr genaue Erfassung des Gesundheitszustands eines Patienten und seiner Krankheiten. Aber wie können diese Infor mationen für den einzelnen Patienten effizient genutzt werden? Dieser Frage hat sich die europäische Initiative „IT Future of Medicine“ gestellt, um mit der Entwicklung eines „virtuellen Patienten“ die Integration des Wissens zu ermöglichen und...
Sinn und Wesen der Blut-Hirn-SchrankeVerschärfter Grenzverkehr - von Prof. Dr. Hartwig Wolburg
Wenn man unter Laien der Biomedizin den Begriff „Blut-Hirn-Schranke“ fallen lässt, bekommt man Reaktionen unterschiedlichster Art: Sie reichen von „noch nie gehört“ bis zu der Vorstellung, es müsse sich ja wohl um eine Grenze irgendwo zwischen Herz und Hirn handeln. Selbst unter Neurowissenschaftlern, also Leuten, die sich intensiv um das bessere Verständnis unseres Denkorgans bemühen, ist die Ansicht nicht selten zu finden, Blutgefäße...
Wie wenig Immunsuppression darf/kann es zukünftig in der Nierentransplantation sein?In Balance - von Prof. Dr. Petra Reinke
Die Pionierleistung der Nierentransplantation am Ende der 50er- Jahre des vergangenen Jahrhunderts ist nun zu einer „Routinemethode“ in der Behandlung chronisch niereninsuffizienter Patienten geworden. Dies ist neben vielen Faktoren auch der subtileren Kenntnis immunologischer Reaktionen des Transplantatempfängers auf die als „fremd“ oder besser „gefährlich“ erkannten Gewebemerkmale des Transplantates zu verdanken. Die Konsequenz dieses...
Zelltherapie bei FraunhoferZellnachschub - von Prof. Dr. Frank EmmrichDie Bedeutung der Retinsäure im Nervensystemvon Prof. Dr. Jörg MeyTödliche Eiweiße in der TumortherapieZelluläre Zäune überwinden - von Prof. Dr. Hendrik Fuchs
Tumoren vollständig zu entfernen, ohne gesundes Gewebe zu schädigen, ist das Ziel jeder Krebstherapie. Zumeist gestaltet sich dies jedoch schwierig, weil die Begrenzung des Tumors nicht eindeutig zu bestimmen ist, der Tumor unzugänglich ist oder weil die Art des Tumors mit einer Streuung über den gesamten Körper einhergeht wie z. B. bei Leukämien. Selbst bei gut abgegrenzten und klar zu lokalisierenden Tumoren können sich einzelne Zellen lösen...
Kommentar zur TransplantationEine historische Chance - von Prof. Dr. Bernhard Banas
Transplantation ist eine gute Sache. Mit der Transplantation eines Herzens, einer Lunge oder einer Leber kann man unmittelbar das Leben eines Patienten retten, der sonst sterben müsste. Aber auch mit der erfolgreichen Transplantation einer Niere kann man die Lebenserwartung eines Dialysepatienten bis zu verdreifachen. Und mit der Transplantation einer Bauchspeicheldrüse kann man Diabetes heilen und diabetische Spätschäden wie eine Erblindung vermeiden.
Medikamententransport in lebende ZellenZugangsberechtigt - von Prof. Dr. M. Christina Cardoso, Dr. Henry David Herce, Dr. Gisela Lättig-Tünnemann
Einer der schwierigsten Schritte auf dem Weg zur Wirksamkeit eines Therapeutikums ist die Überwindung der zellulären Plasmamembran. Die Mehrheit der therapeutischen Moleküle muss diese Barriere überwinden, um an ihren Wirkort zu gelangen. Im Zellinneren angelangt, können sie dann – zum Beispiel durch Interaktion mit einem Protein – einen Signaltransduktionsweg gezielt unterbrechen oder aktivieren. Die Plasmamembran fungiert als ein Schutzwall...
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