Alternative DNA-Strukturen eröffnen neue AngriffspunkteDNA im Visier - von Prof. Dr. Klaus Weisz, Andrea Eick
Viele Krankheiten lassen sich unmittelbar auf die Mutation einzelner Gene oder auf parasitäre DNA mit einer dadurch einhergehenden Bildung inaktiver oder meist schädlich wirkender Proteine zurückführen. Ein möglicher Therapieansatz besteht in der äußeren Regulation des zellulären Informationsflusses, wobei als Ziel in aller Regel Proteine als Endprodukte der Genexpression, aber auch transkribierte mRNA oder genomische DNA in Betracht kommen....
Bakterielle Infektion auf RezeptWie pathogene Bakterien im Kampf gegen Krebs zu nützlichen Helfern werden können - von Dr. Sara Leschner, Kathrin Wolf, Dr. Siegfried Weiß
Einen Patienten mit einem soliden Tumor absichtlich mit Bakterien infizieren?
Klingt verrückt, könnte aber möglicherweise in Zukunft als eine alternative Therapie bei Krebspatienten zum Einsatz kommen. Grundlage dafür ist die Eigenschaft verschiedener Bakterien, nach einer systemischen Infektion selbstständig zum Tumor zu gelangen, sich darin anzusiedeln und zu vermehren. Teilweise führt alleine diese Kolonisierung zu einem Wachstumsstopp oder... Krebsforschung - Interview mit PD Dr. Dr. Angelika RiemerTherapeutische Krebsimpfstoffe
Als Prof. Dr. Harald zur Hausen 2008 mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet wurde, bot Dr. Manfred Lautenschläger spontan an, die wissenschaftliche Arbeit des Nobelpreisträgers durch den Aufbau eines Forschungsteams zu unterstützen. Diese Förderung – eine Million Euro über vier Jahre – kommt nun PD Dr. Dr. Angelika Riemer zugute: Die Nachwuchswissenschaftlerin will im Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) die Entwicklung eines Impfstoffs...
Neue Wege im Kampf gegen MalariaSüße Medizin für Moskitos - von Prof. Dr. Heribert Warzecha
Zahlreiche Infektionskrankheiten werden von Moskitos übertragen und besonders in tropischen Gebieten ist man den fliegenden Plagegeistern fast hilflos ausgesetzt. Malaria als prominentes Beispiel fordert jedes Jahr unzählige Todesopfer und viele der verfügbaren Maßnahmen bieten keinen ausreichenden Schutz. Zeit, sich auch über unkonventionelle Ansätze zur Eindämmung der Erkrankung Gedanken zu machen.
TumorspionageAuf dem Weg zu individualisierten Krebstherapien - von Prof. Dr. Zlatko Trajanoski, Dr. Hubert Hackl
Krebs ist eine multifaktorielle Erkrankung mit hoher Prävalenz auch in Westeuropa. Obwohl bereits umfangreiche Charakterisierungen von möglichen Umgebungseinflüssen und Mechanismen bekannt sind [1], ist die Identifizierung von Markern für Krebsprozesse, die eine gute Prognose zulassen oder verlässlich im klinischen Gebrauch sind, noch nicht ausreichend. Neue Erkenntnisse zur molekularen Pathogenese von Krebs haben jedoch die Entdeckung und Entwicklung...
Auf der Suche nach dem Glückvon Prof. Dr. Andreas Knabe
Prof. Dr. Andreas Knabe, FU Berlin
Die meisten Menschen stimmen darin überein, dass „glücklich sein“ ein erstrebenswerter Zustand ist. Weit weniger Einigkeit besteht hingegen darüber, wie man diesen Zustand am besten erreicht. Die einen sind glücklich, wenn sie ein neues Auto besitzen (das am besten noch teurer ist als das des Nachbarn). Andere wiederum erleben Augenblicke des Glücks, wenn sie Zeit mit ihrer Familie oder guten Freunden... Dermokosmetik - Schön, straff und glattMehr Transparenz bei Anti-Aging-Kosmetika - von Dr. Tatjana Pavicic, Christine Contini
Dr. Tatjana Pavicic, Klinik für Dermatologie und Allergologie, Ludwig-Maximilians-Universität München Christine Contini, Pierre Fabre Dermo-Kosmetik GmbH, Freiburg
Ein möglichst lange währendes jugendliches Erscheinungsbild gewinnt immer mehr an Bedeutung. Einen besonderen Stellenwert hat hier die Haut – das Bemühen, die Haut straff und glatt zu erhalten lässt sich bis in die Antike verfolgen. Eine gezielte kosmetische Prävention verbessert... Diabetologie - Dick oder dünnSchlechte Aussichten ohne funktionierendes Fettgewebe - von Deike Hesse, Prof Dr. Annette Schürmann, Dr. Angela Hommel
Deike Hesse, Dr. Angela Hommel, Prof. Dr. Annette Schürmann Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke, Abteilung Experimentelle Diabetologie
Im Zeitalter kontinuierlicher Zunahme des Körpergewichts und ansteigender Adipositas sucht man nach Wegen, die Fettpolster loszuwerden. Ein gut funktionierendes Fettgewebe ist allerdings absolut notwendig für einen gesunden Stoffwechsel und eine ausgewogene Energiehomeostase. Zwei... Hautkrebs & Hautalterung: Überraschende Studienergebnisse zu epigenetischen Veränderungen in der HautSonneneinfluss im neuen Licht - von Dr. Marc Winnefeld, Elke Grönniger
Elke Grönniger und Dr. Marc Winnefeld
Sonnenstrahlung und Altern führen zu epigenetischen Veränderungen in menschlichen Hautzellen. Während beim natürlichen Alterungsprozess eine Hypermethylierung der DNA an bestimmten Genloci beobachtet wurde, wie sie für Vorstufen von Hautkrebs typisch ist, hat Sonneneinfluss einen gegenteiligen Effekt: In sonnenexponierter Haut sind weniger krebstypische epigenetische Veränderungen nachzuweisen als an... Aktuell - +++Neues Röntgenverfahren unterscheidet, was bisher gleich aussah+++Neue Methode bildet Grundlage für grossflächige Nutzung eines Röntgenverfahrens, mit dem Gewebe unterschieden werden kann, das in herkömmlichen Röntgenbildern gleich aussieht.
23.07.2010/Villigen, Schweiz. Klassische Röntgenbilder können Knochen gut von Weichgewebe unterscheiden – Muskeln, Knorpel, Sehnen oder Weichteiltumore sehen in den Bildern aber fast gleich aus. Mit dem Phasenkontrastverfahren, wie es vor wenigen Jahren am Paul Scherrer Institut entwickelt wurde, lassen sich Röntgenbilder erzeugen, in denen auch diese Gewebearten klar unterscheidbar sind. Nun haben Forschende des Paul Scherrer Instituts und der...
Aktuell - +++Protein aus Bakterien bekämpft Darmkrebs+++Neuer Therapie-Ansatz stoppt unkontrollierte Zellteilung
28.07.10/Hannover (db) – Darmkrebs ist die zweithäufigste Krebsart in Deutschland: 39.000 Männer und 34.000 Frauen erkranken jedes Jahr neu daran. Die Heilungschancen liegen im Durchschnitt bei 60 Prozent. Nun gibt es einen neuen, viel versprechenden Therapie-Ansatz: Forscher von der Medizinischen Hochschule Hannover haben eine Substanz aus Bakterien identifiziert, die Darmtumoren bekämpft. Derzeit läuft das Zulassungsverfahren, um den Wirkstoff...
Aktuell - +++Wenn ADAM Anregung braucht+++Mögliches Zielmolekül für Alzheimer-Therapie identifiziert
30.07.2010/München. Das Protein ADAM10 kann die Bildung des für die Alzheimer-Erkrankung typischen Beta-Amyloids verhindern. Das zeigen Forscher des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und der Ludwigs-Maximilians-Universität (LMU) München. ADAM 10 ist eine Art molekulare Schere und schneidet das Protein, aus dem das Beta-Amyloid entsteht, so dass das Beta-Amyloid gar nicht erst gebildet werden kann. Das macht ADAM10 zu...
Aktuell - Blutdrucksenker stoppt Entzündung im Gehirn bei Multipler SkleroseIm Tiermodell beeinflusst Angiotensin die Regulation des Immunsystems / Heidelberger Neurologen veröffentlichen im „Journal of Clinical Investigation“
23.07.2010/Heidelberg. Heidelberger Wissenschaftler haben einen neuen Signalweg von Gehirnzellen entdeckt, der erklärt, wie weitverbreitete Blutdruckmittel Entzündungsherde bei Multipler Sklerose (MS) eindämmen können. Auf einem bisher unbekannten Kommunikationsweg aktiviert das blutdrucksteigernde Angiotensin den immunologischen Botenstoff TGF-beta. Die Arbeit wurde in Kooperation mit Wissenschaftlern der Stanford University in Kalifornien erstellt...
Aktuell - Helmholtz Zentrum München entschlüsselt molekularen Selbstschutz-Mechanismus
21.07.2010/München. Das Wissenschaftlerteam unter Leitung von Dr. Vigo Heissmeyer vom Institut für Molekulare Immunologie des Helmholtz Zentrums München hat einen molekularen Mechanismus entschlüsselt, der dazu beiträgt, den Organismus vor dem Angriff durch das eigene Immunsystem zu schützen und so Autoimmunkrankheiten wie Lupus erythematodes* zu verhindern. Die Forscher zeigten, dass das Protein Roquin der Hauptakteur ist und, entgegen bisheriger...
Aktuell - Medizin aus MoosMenschliches Protein im Moosbioreaktor produziert
21. Juli 2010/Freiburg. Diabetiker benutzen in Bakterien produziertes Insulin zur Behandlung ihrer Stoffwechselstörung. Auch sonst sind gentechnisch hergestellte Proteine in der Medizin auf dem Vormarsch: Sie werden sowohl in der Diagnose als auch in der Therapie eingesetzt. Früher wurde Insulin aus Schlachthausabfällen gewonnen, heute wird es gentechnisch in Bakterien produziert. Komplexere Proteine müssen jedoch in komplexeren Organismen synthetisiert...
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