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Forscher
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Dr. Gehard Schilling
Dr. Gehard SchillingEin weiterer gestandener Chemiker aus der Heidelberger Chemie-Schmiede. Seit 25 Jahren nebenher - und bei succidia voll dabei als - Redakteur für Fachzeitschriften tätig. Kontakt: schilling@succidia.deHomepage: www.succidia.de Makrolide aus marinen Organismenvon Dr. Gehard Schilling
Mit dem von R. B. Woodward geprägten Begriff „Makrolide“ bezeichnet man makrozyklische Naturstoffe mit einer Lacton-Gruppierung. Häufig handelt es sich dabei um Stoffwechselprodukte von Bakterien und Pilzen. Die Biosynthese dieser Substanzen verläuft über den sog. Polyketidweg, wobei Acetyl- oder Malonyl-Einheiten miteinander verknüpft werden. Auch marine Organismen produzieren solche Sekundärmetabolide mit häufig ungewöhnlichen und teilweise...
Ammoniumeisen(III)hexacyanoferrat(II)Schweine in Bayern - von Dr. Gehard Schilling
1986 wurden nach der Explosion eines Kernreaktors in Tschernobyl aufgrund der damals vorherrschenden Thermik Teile von Süddeutschland, Österreich, der Schweiz und Teile nordeuropäischer Länder durch radioaktives Material kontaminiert. Wegen seiner langen Halbwertszeit von 30 Jahren und seiner hohen Spaltausbeute ist 137Cs (Cäsium) strahlenbiologisch von Bedeutung, denn auch heute sind erst etwa 40 % in 137Ba zerfallen (Abb. 1).
Wein - ein ganz besonderer Saftvon Dr. Gehard Schilling
1992 erschien im „The Lancet“ (359, 1523–1526) eine epidemiologische Studie von S. Renaud und M. de Lorgeril über das sog. „Französische Paradoxon“. Lange hatte man darüber gerätselt, warum in Frankreich bei Frauen und Männern zwischen 40 und 69 Jahren die Sterblichkeit aufgrund koronaler Herzerkrankungen deutlich niedriger liegt als in anderen europäischen Ländern, obwohl Franzosen genauso fettreich essen wie die übrigen Europäer....
Scylla und Charybdis – 235U und CO2von Dr. Gehard Schilling
Das Erdbeben in Japan und das damit verbundene Kern reaktorunglück haben in der BRD die Diskussionen entfacht, inwieweit durch das Abschalten von Kernkraftwerken die Energiesicherheit infrage gestellt wird. Schon wird ein Ausbau der Kohleverstromung gefordert, um den derzeitigen und künftig zu erwartenden Bedarf zu decken (WAZ, 16.03.11). In Anbetracht der CO2-Problematik erlangen aber gerade diejenigen Prozesse und Verfahren allerhöchste Priorität,...
PolyphenoleIn aller Munde - von Dr. Gehard Schilling
Das Interesse an Polyphenolen war noch bis in die 1970er-Jahre fast nur akademischer Natur. In der BRD haben sich vor allem die Heidelberger Schule um K. Freudenberg, danach O.Th. Schmidt und sein Schüler W. Mayer mit diesen Naturstoffen beschäftigt. W. Mayer leistete Pionier arbeit bei der Strukturaufklärung komplexer Tannine, die z. B. aus der Eiche, Edelkastanie oder dem Granatapfelbaum isoliert werden können. Die Forschungsergebnisse sind...
Kunst trifft Analytikvon Dr. Gehard SchillingGoldrausch am RheinSeifengold - von Dr. Gehard Schilling
Die Vorkommen von Gold in Deutschland sind bekannt und wurden schon von unseren Vorfahren abgebaut. Am einfachsten war dabei die Gewinnung von Seifengold aus Flüssen. Zu nennen sind hier vor allem der Rhein, die Göltzsch in Sachsen und die Schwarza in Thüringen. Unter Seifengold, auch Goldseife oder Waschgold genannt, versteht man Goldvorkommen, die durch Verwitterung von goldhaltigem Gestein entstanden sind und durch Wasser in Bächen und Flüssen...
Naturstoffe - Polyacetylenische NeurotoxineDas sardonische Lächeln - von Dr. Gehard Schilling
Zu den giftigsten Pflanzen Europas gehört der Wasserfenchel aus der Gattung der Doldenblütler. Er verursacht immer noch tödliche Vergiftungen beim Mensch. Der auf Sardinien vorkommende Wasserfenchel (z.B. Oenanthe crocata) besitzt eine gewisse ethnopharmakologische Bedeutung, ist er doch wahrscheinlich identisch mit der berühmt berüchtigten neurotoxischen Pflanze, die im vorrömischen Sardinien bei der rituellen Tötung älterer Menschen herhalten...
Chemolumineszenzvon Dr. Gehard Schilling
1669 wurde von dem Hamburger Apotheker und Alchemisten Heinrich Henning Brand –
ohne dass er das natürlich wissen konnte – die weiße Modifikation des Phosphors entdeckt. Er hatte den zum Trocknen eingedampften Harn im Dunkeln geglüht und dabei beobachtet, wie seine gläserne Apparatur durch die entstandenen Phosphordämpfe aufleuchtete. Nicht wissen konnte er, dass er mit seinem „Phosphorus mirabilis“ (phosphoros; griechisch: Licht... Englerin A - Wachstumshemmer für renale Krebszellenvon Dr. Gehard Schilling
Für die Behandlung von Nierenmetastasen existieren verschiedene Medikamente. Trotzdem wird weiter intensiv nach Alternativen geforscht, da sie nicht in allen Fällen wirken, über längere Zeiträume eine Nachsorge erforderlich ist und außerdem Nebenwirkungen auftreten. Dabei fahndet man vor allem auch nach Naturstoffen.
Naturstoffe - Anregung für müde LiebhaberCannabis, Schokolade, Seeigeleier - von Dr. Gehard Schilling
Die meisten Menschen essen Seeigelrogen, weil er eine Delikatesse ist – sein Genuss soll großes Gaumenfreuden bereiten. Der Geschmack wird beschrieben als frisch, cremig mit einem angenehm süßen Aroma, vermischt mit einer mild-nussigen Note. Der Rogen ist -saftig, fleischig und soll bezüglich Textur und Geschmack an Hummer erinnern. Gewiefte Insider schätzen Seeigelrogen aber wegen einer ganz anderen Eigenschaft: Er soll aphrodisierend wirken.
SonnenbrandSonne satt - und die Folgen - von Dr. Gehard Schilling
Braun gebrannt zu sein, gilt in unserer Gesellschaft immer noch als Zeichen von Gesundheit und Wohlbefinden. Wer vom Sonnenbaden im Urlaub nicht genug hat, konserviert seine Bräune auch noch auf der Sonnenbank. Die UV-B-Strahlung verursacht je nach Länge des Sonnenbads einen Sonnenbrand (Erythem), gefolgt von einer „indirekten“ Pigmentierung. Häufige, intensive Sonnenbäder lassen sie vorzeitig altern. Auch Menschen, die permanent im Freien...
Zitronenmelisse gegen HerpesAlternative Heilmethode - von Dr. Gehard Schilling
Bei den Herpes-Simplex-Viren unterscheidet man zwei Typen, HSV-1 und den HSV-2, die in ihrer Genomsequenz zu mehr als 99 % übereinstimmen. Die Viren sind weltweit verbreitet, der Mensch ist für sie der einzige natürliche Wirt. Sie dringen über die Schleimhautzellen des Mund-Rachen-Raumes (HSV-1) und des Genitaltraktes (HSV-2) ein und vermehren sich in den Epithelzellen. HSV-1 ist mit
80–90 % der Fälle deutlich häufiger als HSV-2. Als antivirale... Süßes SalzUnser Energielieferant: Zucker - von Dr. Gehard Schilling
In den Industrienationen ist heute Zucker ein allgegenwärtiges, leicht verfügbares Produkt, das uns fast überall in Nahrungsmitteln begegnet. Dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass Zucker zu den Luxusprodukten zählte, ein teures Vergnügen war und dessen Genuss ganz besonderen Ereignissen vorbehalten blieb. Der erste den Menschen zugängliche Zucker war der Bienenhonig. In keinem anderen Naturprodukt ist er so hoch angereichert. Er war...
Schnee und EisFaszinierende filigrane Gebilde - von Dr. Gehard Schilling
Wenn an kalten Wintertagen Schneeflocken vom Himmel zu taumeln beginnen und dichtes Schneetreiben die Landschaft allmählich in eine weiße Decke hüllt, ergreift viele beim Anblick der niederfallenden Pracht ein fast kindliches Glücksgefühl. Ich gestehe, auch zu dieser Sorte Mensch zu gehören und weiß mich dabei in guter Gesellschaft.
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