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Der Weg zu den lebenden Molekülen

Das Internet ist allgegenwärtig. Alles, was man schnell einmal wissen will, was man vertiefen möchte, mit Google und den Wikis lässt es sich schneller finden als mit jedem Lexikon.

Das Internet schlägt auch die Aktualität der Tageszeitungen und ist auch schneller als manche Fernsehsendung. Das merken wir etwa daran, dass bei den Nachrichten immer wieder auf Veröffentlichungen auf der Homepage der Prominenten als Quelle verwiesen wird. Den Druckmedien wurde deshalb schon häufig ein baldiges Ende vorausgesagt. Das ist in einigen Fällen sicherlich berechtigt: Versandhäuser, die an ihre Kundschaft in regelmäßigen Abständen Kataloge in Telefonbuchformat versandt haben, mussten sich über diese Kosten Gedanken machen oder sie waren frühzeitig auf das Internet umgestiegen.

Allerdings – es gibt auch Gegenbeispiele. Eines davon ist unser Journal labor&more, das seit seiner Gründung im Jahre 2005 ständig zunehmende Leserzahlen registrieren kann. Das hat natürlich viele Ursachen: kompetente Autoren, ein neues richtungsweisendes Layout und qualitative Hochwertigkeit in Papier und Druck. Aber da ist noch mehr: Wir achten darauf, dass die wichtigsten Artikel und Meldungen nicht nur in gedruckter Form vorliegen, sondern auch über das Internet verfügbar sind. Das ist insbesondere von großem Wert, wenn es darum geht, einen Artikel wiederzufinden, den man vor einiger Zeit gelesen aber nicht aufbewahrt hat.
Doch jetzt gibt es etwas Neues, das den Rahmen von Druckmedien sprengt: Wir wollen in regelmäßigen Abständen molekulare Szenarien, über die im aktuellen Heft berichtet wird, in 3D im Internet veröffentlichen. Wir bedienen uns dabei einer Methode, bei der ohne das Herunterladen von irgendwelchen Apps allein durch die Technologie moderner Internet-Browser (Firefox, Google-Chrom und andere – noch nicht jedoch beim Internet Explorer von Microsoft) komplexe Moleküle bewegt, gedreht und vergrößert werden können. Auf diese Weise können molekulare Szenarien von allen Seiten in Augenschein genommen werden. Das aktuelle Beispiel zeigt eine Szene aus dem Artikel "Molekulare Spiegel und Abstandsmesser" von Prof. Dr. Heinz Langhals aus der labor&more 08/12. Ich empfehle Ihnen den Beitrag in diesem Heft. Gehen Sie doch mal ins Netz und probieren Sie es aus.

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Visualisation: Jens Gimmler © MOLCAD GmbH, Darmstadt

Ausgabe L&M 8 / 2012

Dieser Artikel wurde veröffentlicht in der Ausgabe L&M 8 / 2012.
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